
| WELPENVERMITTLUNG |

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Für den Hund bricht eine Welt
zusammen, wenn sie nach 2 Jahren plötzlich draufkommen, dass er sie nicht
mehr interessiert.
Zudem ist es meist sehr schwierig für erwachsene Hunde
einen neuen Platz zu finden. Aber übrigens ein guter Züchter hilft immer
wenn einer seiner "Welpen" ein neues zuhause sucht. Meist lässt er sich
sogar, um seine Hunde nicht aus den Augen zu verlieren, vertraglich
zusichern, dass im Falle einer Weitergabe er das Vorkaufsrecht hat bzw. die
Adresse des neuen Besitzers an ihn weitergegeben werden muß.
Wie finde ich einen guten Züchter?
(das sie nicht in Tierhandlungen, auf Märkten,
Ausstellungen und ähnlichem kaufen einmal vorausgesetzt!)
Zunächst gilt:
- Seien sie kritisch! Schauen sie sich mehrere Züchter an und machen sie sich selbst ein Bild!
- Fragen sie alles was sie interessiert.
- Der Züchter seinerseits wird auch sie unter die Lupe nehmen, um entscheiden zu
können ob er ihnen eines seiner "Kinder" gibt.
- Vereinszugehörigkeit oder dergleichen sagt nichts über die Qualität des
Züchters aus. Einzig und allein wie er seine Hunde hält, seine Welpen
aufzieht und ob er grundlegende Dinge bei der Auswahl der Paarungspartner
beachtet hat, sollte wesentlich für ihre Entscheidung sein!
Die Haltung ihres zukünftigen Familienmitglieds
Die Welpen sollten in die Familie integriert aufwachsen.
Sie sollten möglichst viel, viel, viel Kontakt zu Menschen aller
Altersklassen und auch zu anderem Getier haben. Es
spricht nichts dagegen die Kleinen zeitweilig in einem eigens dafür
bestimmten Raum bzw. Zwinger unterzubringen, schließlich muß der Züchter ja
manchmal auch schlafen, einkaufen... - aber die meiste Zeit sollten die
Welpen mit der Familie (z.b. in der Küche) verbringen.
Außerdem muß ein abwechslungsreicher, großer Auslauf sprich Garten vorhanden sein.
Verschiedene Untergründe, Spielzeug, Höhlen, Tunnels, Grabkisten,
Wasserspiele sorgen für das Training der Motorik und der Lernfähigkeit.
Sind die Welpen alt genug sollte der Züchter erste Ausflüge (Autofahren,
Spaziergänge in den Wald, zum Bach, in die Stadt usw) mit ihnen unternehmen.
Welpen die länger als 10 Wochen beim Züchter bleiben(was z.b. beim Ö-Pi
öfters vorkommt da die Würfe groß und die Nachfrage meist nicht so groß
ist), sollten besonders intensiv von ihm betreut werden. Den Besuch von
Welpenprägungsspieltagen möchte ich hier besonders empfehlen (auch nach
Übernahme durch den neuen Besitzer).
Dass die erwachsenen Hunde des Züchter geliebte Familienhunde sind und
demgemäß auch mit ihm im Haus leben und nicht als Zuchtmaschinen mißbraucht
werden ist wohl selbstverständlich.
Bei der Auswahl der Elterntiere sollte der Züchter sein Hauptaugenmerk auf
Wesen und Gesundheit legen. Ausstellungstitel sind nicht maßgeblich. Das
Ziel sollte ein ausgeglichenes aber dennoch pinschertypisches Wesen sein.
Die erwachsenen Tiere des Züchters werden sie anfangs verbellen, das ist
völlig normal, nach einer Eingewöhnungszeit sollte es aber möglich sein mit
ihnen Kontakt aufzunehmen. Übersteigertes Angst/Aggressionsverhalten darf in
der Zucht nicht toleriert werden. Die Elterntiere sollten gesund sein und
auf gewisse in der Rasse vorkommende Erbkrankheiten untersucht sein.
Als Besonderheit bei den seltenen Rassen haben wir noch den
Inzuchtkoeffizienten: dieser gibt den Verwandschaftsgrad der Eltern an und
sollte auf mind. 5 Generationen berechnet sein. Er ist idealerweise so
gering wie möglich bzw. um einen Richtwert zu geben unter 6%, tolerabel ist
er bis etwa 12%.
Wenn sie nun nochmals überprüft haben ob sie die Bedingungen für eine
artgerechte Hundehaltung überhaupt erfüllen können und wollen und sie einen
Züchter gefunden haben der ihrer Vorstellung entspricht, können sie ihr
kleines Hundekind frühestens mit 8 Wochen von diesem abholen. Der Welpe ist
dann schon mind. 2x entwurmt, einmal geimpft (Staupe, Parvo, Leptospirose,
H.c.c., eventuell Zwingerhusten) und gechipt.
Er hat das Tragen von Halsband oder besser Brustgeschirr schon geübt und geht kurze Strecken an der Leine
(nicht bei Fuß, einfach nur an der Leine). Ihnen obliegt nun die grosse
Verantwortung ihr Hundekind weiter auf das Leben in der grossen, weiten und
oftmals hundefeindlichen Welt vorzubereiten.
© christine |
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